„Heute mal wieder zum Umsteigen am Bahnhof Calau. Höchste Zeit, dass sich hier etwas ändert. Calau und Umgebung sind so schön, aber der Bahnhof ist noch immer so öde.“
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Calau hat ein Empfangsgebäude, das auf eine neue Aufgabe wartet, und mit dem Kalauer Humor ein kulturelles Alleinstellungsmerkmal, das weit über die Region hinaus wirken kann. Wenn Mobilität, Begegnung, Tourismus und regionale Wertschöpfung mit dieser besonderen Identität zusammenfinden, kann aus dem Bahnhof mehr werden als ein saniertes Gebäude: ein neues Eingangstor zur Stadt und ein sichtbares Zeichen für Calau.
Bahnhof Calau · Status quo · 05/2026
wird vorbereitet
Der Zustand des Empfangsgebäudes fällt seit Jahren auf. Für Reisende ist der Bahnhof der erste Eindruck von Calau. Für die Stadt ist er ein sichtbarer Ort zwischen Problem und Möglichkeit.
Das Haus steht seit den 1990er Jahren weitgehend leer, an einem Punkt, an dem Spreewald und Lausitzer Seenland aufeinandertreffen und täglich Menschen ankommen. Wer hier aussteigt, sieht zuerst ein verschlossenes, besprühtes Gebäude. Das ist kein guter erster Satz für eine Stadt, die mehr zu erzählen hat.
„Heute mal wieder zum Umsteigen am Bahnhof Calau. Höchste Zeit, dass sich hier etwas ändert. Calau und Umgebung sind so schön, aber der Bahnhof ist noch immer so öde.“
Die Idee, am Bahnhof etwas zu bewegen, kommt nicht von außen. Sie steht bereits in den Entwicklungskonzepten der Stadt und der Region.
Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept beschreibt das Empfangsgebäude als Entwicklungsstandort und nennt mögliche Nutzungen: Gastronomie, Tourismus, öffentliche Toiletten, E-Bike-Infrastruktur, Radtourismus, eine bessere Anbindung an die Innenstadt und regionale Mobilität. Bestand
Das neue Tourismuskonzept bestätigt den Bahnhof Calau als Schlüsselort der touristischen Entwicklung. Der Bahnhof soll nicht nur Ankunftspunkt bleiben, sondern zum sichtbaren Startpunkt für Calau, die Calauer Schweiz, die Ortsteile und die Region werden.
Das Konzept beschreibt den Bahnhof als Dreh- und Angelpunkt für nachhaltige Mobilität, Rad- und Wandertourismus, touristische Information und bessere Orientierung. Genannt werden sichere Fahrradabstellmöglichkeiten, E-Bike-Infrastruktur, perspektivischer Radverleih, digitale Toureninformationen, klare Wegeführungen, barrierearme Zugänge und eine bessere Verbindung zwischen Bahnhof, Innenstadt, Ortsteilen und Naturangeboten.
Was bislang fehlte, war ein abgestimmter Plan, eine geklärte Trägerschaft und ein tragfähiges Finanzierungsmodell.
„Entwicklung des Bahnhofs Calau zum Mobilitäts- und Tourismus-Hub.“ Stadt Calau · Tourismuskonzept und -leitbild 2025/2026 · Leitprojekt 7.2 · S. 91
Benennt den Bahnhof als Entwicklungsstandort und Teil zentraler Stadtentwicklungsaufgaben.
Stadt Calau · INSEK 2016Ordnet Calau in die touristische und infrastrukturelle Entwicklung der Spreewald-Niederlausitzer Tagebaufolgelandschaft ein.
Stadt Calau · REK-KonzeptMacht den Bahnhof zum Leitprojekt: als Mobilitäts- und Tourismus-Hub, Startpunkt für Rad- und Wandertouren, Informationsort und Verbindung zwischen Bahn, Stadt und Landschaft.
Stadt Calau · Tourismuskonzept und -leitbild 2025/2026Der Bahnhof wird als zentraler Mobilitätsknoten verstanden: mit Fahrradabstellanlagen, E-Bike-Angeboten, Radverleih, Beschilderung, digitalen Touren und besserer Anbindung an Innenstadt, Ortsteile und Calauer Schweiz.
Tourismuskonzept Calau · Querschnittsthema MobilitätDie Fundstellen liegen vor. Sie zeigen: Der Bahnhof Calau ist nicht nur ein Gebäude mit Sanierungsbedarf, sondern ein bereits mehrfach benannter Entwicklungsort für Stadt, Mobilität, Tourismus und regionale Wertschöpfung.
Ein leerstehendes Bahnhofsgebäude wieder zu beleben, ist kein einfaches Projekt. Genau deshalb gehen wir es als gemeinsamen, geordneten Prozess an und nicht als schnelle Lösung.
Ein altes Gebäude mit langem Leerstand bringt offene Fragen zu Substanz, Statik und Sanierung mit.
Strom, Wasser und Abwasser sind noch nicht vollständig vorhanden und müssen geklärt werden.
Im Umfeld stehen Infrastrukturmaßnahmen der Stadt an. Beides sollte sinnvoll zusammenpassen.
Stadt, Landkreis, Versorger und Bauaufsicht müssen früh und geordnet eingebunden werden.
Tragfähige Nutzung braucht Planung, eine Förderkulisse und einen geklärten Eigenanteil.
Am Ende braucht der Ort eine Struktur, die ihn dauerhaft und verlässlich trägt.
Kein Grund zur Sorge, sondern eine ehrliche Liste. Sie zeigt, warum es einen abgestimmten Fahrplan braucht.
Hinter dem Konzept stehen klar benannte Rollen und Menschen — aus Eigentum, Architektur, Kunst, Gemeinwohl und Stadt. Diese Aufstellung macht das Vorhaben belastbar: Jede Seite bringt ein, was sie am besten kann.
Hat in der Region bereits mehrere Unternehmen und Orte entwickelt — und bringt Standorte vom Konzept in die Umsetzung.
Initiator ist Alexander Dettke, der mit Wilde Möhre und weiteren Standorten Erfahrung mit gemeinwohlorientierter Entwicklung in der Lausitz mitbringt. Die MECO Holding hält den Bahnhof und bereitet die Übergabe in eine gemeinwohlorientierte Trägerschaft vor.
Hat eine ausführliche Vorplanung vorgelegt, die das Haus gliedert und seine Potenziale benennt.
M.A. Architektur, Berlin / TU-Dresden-Umfeld. Die Vorplanung (Leistungsphase 0, Juni 2025) zeigt drei Erdgeschoss-Einheiten, ein flexibles Obergeschoss und die Reaktivierung des historischen Turms — die fachliche Grundlage für alle weiteren Schritte.
Macht das leerstehende Haus schon vor dem Umbau sichtbar — mit der Lichtinstallation „Fenster des Gebäudes“.
Renommierte Künstlerin, Meisterschülerin von Andreas Gursky, Arbeiten u. a. im Museum Ludwig und auf der Manifesta. Ihr Interventionskonzept (eingereicht 05/2026) erzählt den Ort über Licht und Bewegung — und macht den Calauer Humor erlebbar.
Eine gemeinwohlorientierte Trägerstruktur, die den Ort über einzelne Personen hinaus tragen kann.
Eine Genossenschaft sichert Eigentum gemeinsam, ohne Spekulation: eine Stimme pro Mitglied, langfristige Verantwortung. Die Mit Freude eG (in Gründung) kann diese Rolle übernehmen, sofern Stadt, Eigentümer und zuständige Stellen gemeinsam einen tragfähigen Weg entwickeln. Idee der Trägerschaft →
Verbindet das Vorhaben mit Stadtentwicklung, Bahnhofsumfeld und den eigenen anstehenden Arbeiten.
Der Bahnhof ist im INSEK 2016 als zentrales Vorhaben verankert. Die Stadt bringt Planungshoheit, Umfeld und Förderzugang ein und bleibt für einen guten gemeinsamen Weg die entscheidende Partnerin.
Die Wirtschaftsregion Lausitz GmbH und das Land Brandenburg sind zentrale Akteure im Strukturwandel — relevante öffentliche Partner im möglichen Förderweg, keine bereits zugesagten Förderer.
Mit einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung soll die Grundlage geschaffen werden, damit der Bahnhof Calau als kommunale Aufgabe eingeordnet und ein offenes, diskriminierungsfreies Interessenbekundungsverfahren vorbereitet werden kann. Erst dadurch entsteht ein rechtssicherer Weg, um potenzielle Fördermittel und öffentliche Unterstützung zu prüfen. Die Genossenschaft kann dabei nicht vorab als Empfängerin benannt werden — das Verfahren muss offen und diskriminierungsfrei bleiben. Beschlussweg zur Förderung →
Diese Konstellation trägt das Vorhaben über einzelne Namen hinaus — und gibt der Stadt einen verlässlichen Partner für einen guten gemeinsamen Weg.
Das Zielbild zeigt, was möglich ist. Jede Idee ist eingeordnet: was Bestand ist, was Konzeptidee, was geprüft wird und was langfristige Perspektive bleibt. Nichts davon ist bereits genehmigt.
Heute
Möglich
Konzeptbild „Möglich": künstlerische Lichtinstallation als Idee, kein genehmigter Zustand. Ziehen Sie den Regler.
Auszüge aus der Vorplanung (Leistungsphase 0) von Valentin Schroers, Juni 2025: Lageplan, Grundrisse und die Reaktivierung des historischen Turms — die ernsthafte, räumliche Grundlage hinter der Idee.



Die Vorplanung (Leistungsphase 0) gliedert das Erdgeschoss in drei Gewerbeeinheiten. Das macht das Konzept konkret und zeigt: Es ist räumlich durchdacht — kein bloßes Stimmungsbild.



Grundrisse aus der Vorplanung · Valentin Schroers · 06/2025 · zum Vergrößern klicken
Versorgung für Reisende und ein erster warmer Eindruck beim Ankommen.
Eine Grundversorgung am Bahnhof, die heute fehlt und im INSEK genannt ist.
Verleih, Laden und Service als Tor in Spreewald und Seenland.
Wochenmarkt, Ausstellungen und Schlechtwetter-Angebot als Treffpunkt.
Erste Anlaufstelle für Gäste der Region, angebunden an Mobilität und Kultur.
Workshops, Co-Working, Tagung oder Radlerpension, je nach Phase.
Der „Kalauer" wird erlebbar und macht Calau überregional erzählbar.
Ein Skulpturen- und Aufenthaltsgarten am Bahnhofsplatz.
Statt einer großen Sofort-Umsetzung schlagen wir eine schrittweise Entwicklung vor. Jede Phase ist für sich abgestimmt, genehmigungsfähig und finanzierbar. Spätere Phasen setzen voraus, dass die vorherigen geklärt sind.
Bestand erfassen, Pläne vervollständigen, Nutzungskonzept abstimmen, Förderwege prüfen, Stadt und Öffentlichkeit früh einbinden.
Schaufenster, Information, Außendarstellung und digitale Beteiligung. Erste kleine Signale am Standort, ohne riskante Gebäudenutzung.
Ein klar definierter Raum, begrenzte Nutzung, abgestimmte Öffnungszeiten und geklärter Brandschutz. Keine Grauzone.
Café, touristische Infrastruktur, öffentliche Toiletten, Fahrradservice sowie eine kleine Markthalle oder Galerie.
Obergeschoss, Radlerpension, Workshops, Co-Working, Kultur, Bildung und regionale Kooperationen.
Calaus stärkstes Pfund ist nicht nur das Gebäude — es ist der Kalauer, eine Wortwitz-Tradition, die historisch mit der Stadt verbunden ist. Klug übersetzt in Zeichen, Objekte und kleine Überraschungen, kann er den Bahnhof zu einem Ort machen, an den man sich erinnert und über den man spricht. Die folgenden Bilder sind Referenzen und Inspiration, keine fertigen Entwürfe.
Referenzen & Inspiration · keine genehmigten Entwürfe
Ein Ort wie dieser lässt sich nicht allein stemmen. Eine gemeinwohlorientierte Struktur kann Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Unterstützer, Partner aus der Stadt und Förderer einbinden.
Im Mittelpunkt steht keine Spekulation, sondern gemeinwohlorientiertes Eigentum, Beteiligung und langfristige Verantwortung. Eine gemeinwohlorientierte Trägerstruktur wird vorbereitet. Eine mögliche Rolle kann die Mit Freude eG übernehmen, sofern Stadt, Eigentümer, Mitglieder und zuständige Stellen gemeinsam einen tragfähigen Weg entwickeln. In Prüfung
Eine verbindliche Mitgliedschaft oder Zeichnung von Anteilen setzt eine geklärte Träger- und Eigentumsstruktur voraus. Sie wird erst angeboten, wenn diese steht. Bis dahin kann man sich unverbindlich vormerken, Ideen einbringen — und sich die Beteiligungspakete ansehen, die vom kleinen Anteil bis zur Wahrzeichen-Installation zeigen, was gemeinsames Mittragen sichtbar machen könnte.
Hier geht es nicht nur um ein Gebäude und nicht nur um Kultur. Es geht um ein Modell, das sich übertragen lässt: Eine Genossenschaft sichert eine Gewerbeimmobilie, entwickelt sie und hält sie dauerhaft in Wert. Das passt zum Bahnhof Calau und ebenso zu anderen Standorten in der Lausitz.
Stabil statt spekulativ. Eine Stimme pro Mitglied, gebundenes Kapital, langfristige Verantwortung. Diese Struktur trägt den Ort über einzelne Personen hinaus.
Die Immobilie ist eine reale Vermögensbasis. Flächen, Mieten und Substanz tragen den Betrieb und machen Förderung und Finanzierung belastbar.
Kultur, Soziales und Wirtschaft gehören zusammen. Café, Markt und Service tragen das Kulturelle mit, das Kulturelle macht den Ort lebendig.
Das Modell verbindet öffentliches Interesse, private Initiative, Institutionen und langfristige Immobilienentwicklung. Jede Seite bringt ein, was sie am besten kann.
Die Stadt muss heute nicht jedes Detail beschließen. Gebraucht wird ein klares Signal, das den nächsten ernsthaften Schritt möglich macht.
Ein klares Signal, dass die Stadt die weitere Entwicklung des Konzepts mitträgt.
Ein abgestimmter Ablauf mit Stadt, Landkreis, Bauaufsicht und Projektträgern.
Klärung von Wasser, Abwasser, Strom und Bahnhofsumfeld, sinnvoll verbunden mit den Arbeiten der Stadt.
Unterstützung dabei, den Bahnhof als gemeinwohlorientierten Entwicklungsbaustein für Calau weiter zu prüfen.
Damit Fördermittel vorbereitet oder beantragt werden können, braucht es einen Grundsatzbeschluss. Kein Beschluss über einzelne Nutzungen, sondern ein Mandat, den Weg seriös weiterzugehen. Formulierungsvorschlag: „Die Stadtverordnetenversammlung unterstützt die weitere Entwicklung des Konzepts für das Bahnhofsgebäude und beauftragt die Verwaltung, gemeinsam mit den Projektträgern Förderwege und nächste Prüfschritte vorzubereiten.“ (Entwurf, finale Fassung in Abstimmung.)
Die wichtigsten Fragen, offen beantwortet. Wo etwas noch nicht feststeht, sagen wir das.
Über ein Mandat zur weiteren Prüfung und Entwicklung, idealerweise als Grundsatzbeschluss, damit Förderwege vorbereitet werden können. Nicht über die Umsetzung einzelner Nutzungen.
Über konkrete Nutzungen, Genehmigungen, Bauschritte, Trägerverträge oder finanzielle Beteiligungen. Diese Fragen werden phasenweise und jeweils gesondert vorbereitet und vorgelegt.
Es beendet einen langjährigen Leerstand an prominenter Stelle, schafft Versorgung und öffentliche Toiletten, stärkt Mobilität und Tourismus als Tor in Spreewald und Seenland, schafft einen Treffpunkt und macht Calau über den „Kalauer" überregional erzählbar.
Das Konzept zielt auf eine Trägerschaft außerhalb des städtischen Haushalts und auf Förderfinanzierung mit Eigenanteil. Angestrebt wird, dass der Stadt keine direkten Kosten entstehen. Gefragt ist zunächst politische Rückendeckung, kein finanzielles Engagement.
Die Entwicklung setzt eine geklärte Eigentums- und Verfügungssituation voraus. Das Verhältnis von Eigentümer, möglicher Trägerstruktur und Stadt wird derzeit geklärt und offen kommuniziert, sobald es belastbar feststeht.
Keine Nutzung wird angekündigt, die nicht genehmigungsfähig vorbereitet ist. Temporäre und dauerhafte Nutzungen werden getrennt betrachtet. Brandschutz, Erschließung, Sanitär, Stellplätze und Barrierefreiheit werden je Phase geprüft. Dafür schlagen wir einen frühen Vor-Ort-Termin mit der Bauaufsicht vor.
2026 stehen Konzept, Abstimmung und Vorbereitung im Vordergrund. Eine genehmigungskritische Nutzung ist für 2026 nicht vorgesehen.
Für Stadt, Landkreis, Bauaufsicht, mögliche Förderpartner und die Presse. Konzeptunterlagen und Gesprächstermine auf Anfrage.
Die Presse sprechen wir bewusst erst nach Abstimmung mit der Stadt aktiv an.
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Bahnhof Calau ist im INSEK 2016 als zentrales Vorhaben benannt. Wir bitten um die Vorstellung am 24.06.2026 und um ein Mandat zur weiteren, abgestimmten Entwicklung.
Werte Stadtverordnete,
Am 24.06.2026 stellen wir den Fahrplan vor: Problem, Grundlage, Phasen, Trägerschaft und die nächsten Schritte. Die Unterlagen stellen wir vorab gern zur Verfügung.
Jetzt geht es um einen guten gemeinsamen Weg für die Stadt und das künftige Eingangstor des Tourismus in unserer Region.
Wir freuen uns auf die Vorstellung am 24.06.2026.